![]() |
| ![]() |
Die Geschichte unseres Ruhesitzes in Bad EilsenAuf dieser Seite können Sie die wechselvolle und erfolgreiche Geschichte unseres Hauses von der Kurklinik bis zum heutigen Altenheim, Pflegeheim, der Seniorenresidenz, dem Haus für Betreutes Wohnen nachlesen. Die Tatsache, dass sich Jahrzehnte hindurch Kurgäste aus aller Welt in Bad Eilsen aufhielten, war nicht nur auf das besondere Flair des Heilbades, seine richtungsweisenden Kurmittelanlagen oder die herrliche Umgebung zurückzuführen. Zwei Männer hatten ebenfalls entscheidenden Anteil daran, dass sich Vertreter des Hochadels, der Politik, der Wirtschaft und der Filmbranche hier ein Stelldichein gaben: Die beiden Augenärzte Graf Maximilian von Wiser und Dr. Friedrich von Tippelskirch, die ihre prominenten, zumeist an starker Kurzsichtigkeit leidenden Patienten mit großem Erfolg behandelten. Die spezielle Heilmethode von Graf Wiser, der im Jahre 1927 über Bad Liebenstein nach Bad Eilsen gekommen war, beruhte auf der Erkenntnis, dass Kurzsichtigkeit um so größer wird, je stärkere Brillengläser benutzt werden. Zunächst allein und später mit seinem Assistenzarzt Dr. von Tippelskirch entwickelte Graf Wiser eine besondere Moorpackung, deren Rezeptur bis heute unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit gehütet wird. Bis 1937 praktizierten beide Ärzte im 1929 erbauten Badehotel. Danach eröffneten sie ihre Klinik im "Waldhof" an der Harrlallee. Wie bedeutend ihr Ruf war - Graf Wiser starb im Jahre 1938 und Dr. von Tippelskirch führte das Unternehmen bis 1966 - sei an dieser Stelle nur an Hand einiger Namen verdeut- licht: Gerhardt Hauptmann, Hermann Hesse, Prinz Oskar von Preußen und Lil Dagover ließen regelmäßig in Bad Eilsen Moorpackungen auf ihre kranken Augen legen.
Fünf Jahre nach dem 2. Weltkrieg baute Dr. von Tippelskirch schließlich das Haus an der Parkstraße 1-3, das von einem malerischen, etwa einem Hektar großen Grundstück umgeben ist und in dem noch bis 1990 kurzsichtige Menschen behandelt wurden. Das Erbe der beiden namhaften Ärzte verwaltete übrigens Schwester Gertrud, die bereits unter Dr. von Tippelskirch arbeitete, in aller Stille. "Denn hauptsächlich", unterstrich Neithard von Stein, ein gelernter Buchhändler, der das Haus durch die Bekanntschaft mit Frau von Tippelskirch vor einigen Jahren als Pächter übernahm, "ist diese Einrichtung ein Altersruhesitz." Dass es ebenfalls prominente Bewohner gab beziehungsweise gibt, zeigt ein Blick in das Gästebuch: Bis 1976 verbrachten hier auch Baron Hilmar von Münchhausen und Ruth Diederichs ihren Lebensabend. Dank eines ausführlichen Artikels in einer großen deutschen Funk- und Fernsehzeitschrift sowie eines Berichts im "Gesundheitsmagazin Praxis" des ZDF nahm die Zahl der kurzsichtigen Patienten allerdings immer mehr zu. Neben den älteren Menschen, die schon vor 40 und mehr Jahren auf die spezielle Moorpackung vertrauten, kamen Augenkranke aus der ganzen Bundesrepublik und sogar aus dem benachbarten Ausland nach Bad Eilsen, um sich im Haus Tippelskirch behandeln zu lassen. Erstaunlicherweise nahmen auch viele Kinder und Jugendliche - für ärztliche Betreuung zeichnete Frau Dr. Lack aus Obernkirchen verantwortlich - die Moorpackungen zwei oder drei Wochen in Anspruch. "Es hat sich eben doch herumgesprochen", bekräftigte Neithard von Stein, "dass man mit dieser Heilmethode bei Kurzsichtigkeit nicht früh genug beginnen sollte." Wie groß der Erfolg war, bewies ein Gespräch mit einer 85jährigen Patientin aus München, die bereits vor fünf Jahr- zehnten in der Klinik von Dr. Tippelskirch einmal jährlich ein und aus ging. "Wenn ich diese Augenkur nicht regelmäßig gemacht hätte", betonte sie, "wäre ich heute sicherlich schon völlig erblindet."
Augenklinik Dr. v. Tippelskirch Bad EilsenAus den "Schaumburger Nachrichten" 175 Jahre Heilbad EilsenDr. Friedrich von Tippelskirch betrieb seit 1938 zusammen und dann als Nachfolger seines Vetters, des Medizinrats Dr. Maximilian Graf von Wiser, in Bad Eilsen eine Augenklinik, deren Anfänge nach Thüringen zurück gingen und hier in Bad Eilsen fortgeführt wurden. Zunächst im Fürstenhof, dann im Waldhof und schließlich - Graf Wiser war schon lange tot - auf unserem Grundstück. Es gab hier eine homöopathische Augenbehandlung gegen die Kurz- und Doppelsichtigkeit. Die Behandlungsweise fand großen Anklang und war sehr erfolgreich. Durch diese Ärzte kamen viele berühmte und bekannte Personen in die Augenklinik, sowohl nach Thüringen, wie dann auch nach Bad Eilsen. Um nur wenige aus der alten Patientenkartei zu nennen: Gerhard Hauptmann, Hermann Hesse (der ein Gedicht aus Dankbarkeit auf den Grafen Wiser geschrieben hat), Prinz Oskar von Preußen, Lil Dagover und viele weitere. Nach seinem 80. Geburtstag im Jahre 1966 hat Herr von Tippelskirch seine Klinik in eine Altenpension umgewandelt und sie an seinen Optiker für 10 Jahre verpachtet. Die Schwiegertochter des inzwischen verstorbenen alten Augenarztes hat den Betrieb nach Ablauf dieses Pachtvertrages an uns verpachtet. Am 1. Oktober 2001 feierten wir den 25. Jahrestag unserer Betriebsübernahme. (Zu dieser Feier wird weiteres berichtet unter "Aktuelles".) Das damalige Haus Tippelskirch wurde seinerzeit von uns gepachtet und 9 Jahre später gekauft. Was geschah jedoch vor unserer Zeit in diesem Hause und was fanden wir vor? Es gab damals lediglich das sogenannte "Doktorhaus" (so genannt, weil Dr. von Tippelskirch eine Zeitlang nach dem Kriege dort wohnte) und das Haupthaus mit zusammen 14 Zimmern oder Appartements für alte Damen und Herren. Aufgrund der vielen Nachfragen wurden auch noch bei uns Behandlungen mit Moorschlammpackungen, Lupenlesen u.a. gegen die Myopie zusammen mit der Ärztin Frau Dr. Lack durchgeführt. Auch zu unseren Anfangzeiten kamen Patienten von weit her, aus Frankreich und sogar aus San Francisco. Die Familie Tippelskirch hatte in der Engelgeneration kein Interesse mehr an dem Betrieb, so kam es zum Verkauf des ganzen Grundstücks an uns. | ![]() | Schriftgröße | ![]() |
Altersruhesitz Neithard v. Stein| Parkstraße 1-3|31707 Bad Eilsen| Tel.: 05722-99190|Fax: 05722-9919333| E-Mail: info@altersruhesitz.net