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Aktuelles / So schließen Junge und Alte sich gegenseitig ins HerzEinen beeindruckenden Schulterschluss zwischen den Generationen hat es jetzt im Altersruhesitz Neithard von Stein gegeben. Die "Marienkäfergruppe" hat sich von der Schulstraße in Heeßen auf den Weg gemacht, um sich mit Menschen zu treffen, die zwei bis drei Generationen vor ihr geboren sind. Händchen haltend und in warme Wintersachen gekleidet, treffen die 16 Jungen und Mädchen in der Senioreneinrichtung ein, begleitet von Sabine Glesinski, der Leiterin des Kindergartens "Emmaus" und der Erzieherin Daniela Rau. Mit einem fröhlichen "Guten Morgen" betreten sie den Aufenthaltsraum, in dem vorher etliche Bewohner Platz genommen haben. Spannung macht sich breit. Wie geht man aufeinander zu? Wer macht den ersten Schritt? Glesinski versammelt ihre Kinderschar um sich herum und regt an, dass sich jeder ihrer Schützlinge selbst mit dem Vornamen vorstellen soll. Mit dem Ergebnis, dass bei den Omis schon das erste Erstaunen über einige Namen einsetzt, die ihnen völlig neu sind, wie Ylua, Charlyn, Luke, Ronan und Anouk.
"Da hat sich einiges geändert gegenüber früher, als Peter, Manfred, Jutta und Anneliese üblich waren", so die Reaktionen. "Ich glaube, die Jungen und Mädchen haben heute eine sorglosere Kindheit als wir", sagt die 88-jährige aus Leipzig. Als sie geboren wurde, vernichtete gerade eine Inflation in Deutschland viele Existenzen. Weil ihr Sohn in Bückeburg Arbeit gefunden hat, ist ihm die allein stehende Mutter ins Schaumburger Land gefolgt. Viel sehen kann sie nicht mehr. Eine Makula-Degeneration hat das Augenlicht weitgehend zerstört. Die frischen munteren Kinderstimmen nimmt sie deshalb doppelt so intensiv wahr. Die "Marienkäfergruppe" hat auch Geschenke mitgebracht. Zuerst eine selbst gebastelte Laterne und dann ein großes buntes Plakat, auf das die Kinder Marinenkäfer gemalt und ihre Namen geschrieben hatten. Die Senioren bedanken sich mit Leckereien und Getränken. Außerdem haben sie Drachen gebastelt und damit den Aufenthaltsraum für den Besuch der Kinder geschmückt.
Erst singen die Erwachsenen, dann die Kinder. Und schließlich hört man sich gemeinsam noch die Geschichte des kleinen Hasen mit der Laterne an. Zwischendurch werden bunte Luftballons verteilt, die sich Kinder und Omis gegenseitig zuwerfen. Es gibt keinerlei Berührungsängste. Ganz im Gegenteil: Die Kleinen setzen sich zu den Gastgeberinnen und sprechen mit ihnen. Wir wollen diese Partnerschaft mit Leben erfüllen und zwar duch gegenseitige Besuche, die alle zwei Monate erfolgen sollen", bestätigen die Ergotherapeutinnen Dagmar Siegmund und Daniela Thesing von der Senioreneinrichtung. Und die Erzieherinnen des Kindergartens pflichten diesem Vorhaben bei. Quelle: Landes-Zeitung Mittwoch, 28. Oktober 2009 | ![]() | Schriftgröße | ![]() |
Altersruhesitz Neithard v. Stein| Parkstraße 1-3|31707 Bad Eilsen| Tel.: 05722-99190|Fax: 05722-9919333| E-Mail: info@altersruhesitz.net